IQZ-Expertise zum Thema Automatisiertes Fahren – Die Mobilität der Zukunft

IQZ-EXPERTISE ZUM THEMA AUTOMATISIERTES FAHREN – DIE MOBILITÄT DER ZUKUNFT
Projektteam „AFFiAncE“

Teilautomatisierte Fahrzeuge bis Level 2 sind bereits auf den Straßen Deutschlands unterwegs – hochautomatisierte Fahrzeuge bis Level 3 stehen kurz vor der Markteinführung. Die Entwicklung hinsichtlich Automatisierung ist in vollem Gange und nimmt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der zukünftigen Mobilität ein. Die Präsenz von automatisierten Fahrzeugen im Straßenverkehr nimmt stetig zu. Damit gehen jedoch auch Unfälle einher in die Fahrzeuge dieser Art involviert sind. Dies führt zu einer steigenden Verunsicherung und Skepsis der Öffentlichkeit gegenüber automatisierten Fahrzeugen. Die Sicherheit und Zuverlässigkeit der „neuen“ Fahrzeuge wird in Frage gestellt. Somit ist es eine wichtige Forschungsdisziplin der Automobilbranche die Sicherheit und Zuverlässigkeit automatisierter Fahrzeuge zu gewährleisten und das Vertrauen in diese Technologie zu schaffen.

 

Durch den Wegfall des Fahrens als direkte Rückfallebene für aktivierte, automatisierte Systeme ab  Level 3 sind die bereits etablierten Test- und Freigabekonzepte zur Validierung und Zulassung von Fahrerassistenzsystemen und zum Nachweis der Sicherheit nicht mehr geeignet. Folglich sind neue Ansätze erforderlich, um die Anzahl notwendiger Testfahrten so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig sollen jedoch alle möglichen Fehlerfälle abgedeckt werden. Nur so kann der höchstmögliche Grad an Sicherheit gewährleistet werden, damit automatisierte Fahrzeuge Teil des deutschen Straßenverkehrs werden können.

Ein neuer Ansatz für diese Erprobungsproblematik wird im Rahmen des staatlich geförderten Programms „AFFiAncE“ realisiert, an dem auch das IQZ beteiligt ist. Für das Projekt wurde eine flexible Testumgebung geschaffen, um neuartige Fahrzeugarchitekturen mit seriennaher Hardware unter realistischen Bedingungen im Labor zu testen. Mit Hilfe dieses Aufbaus ist es möglich, kritische Situationen auf verschiedenen Ebenen der Fahrzeugarchitektur, wie z.B. der Sensorik und des Bordnetzes, als auch der zentralen Rechensysteme, einzuspielen und die Reaktion der Systeme auszuwerten. Die Implementierung ermöglicht eine Analyse der Systeminterpretationen der Umgebung und der Ausweichlösungen als Reaktion auf die Fehler. Diese kritischen Situationen können u.a. durch einzelne Komponentenausfälle, aber auch durch verfälschte Sensordaten, z.B. aufgrund von Witterungseinflüssen, hervorgerufen werden.

 

Eine Testfahrt zum Erheben von Datensätzen und zur Grundlagenschaffung fand am 09.09.2021 auf der Teststrecke in Aldenhoven statt. Dort wurde mittels eines so genannten „SprayMakers“ Regenfall simuliert. Das Team vor Ort sammelte umfangreiche Datensätze, die unter anderem von unserem IQZ-Experten Johannes Heinrich ausgewertet werden.

 

Die Ergebnisse dieser Testkampagne werden von Johannes Heinrich, M.Sc. (IQZ GmbH) und Herrn David Michalik, M.Sc. (Bergischen Universität Wuppertal) auf der Tagung „Automatisiertes Fahren“ des TÜV SÜD vom 24.-25.11.2021 in Erdingen vorgestellt.

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Christiane Schmieta

Assistentin der Geschäftsführung

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