Sicherheitsmanagement

SicherheitsmanagementEin modernes Sicherheitsmanagement, welches systematisch technische Risiken aufdeckt, analysiert, bewertet, überwacht und die Wirksamkeit kontinuierlich überprüft, ist für Unternehmen in der heutigen Zeit von großer Bedeutung. Neben dem Begriff Sicherheitsmanagement ist auch der Begriff „Technisches Risikomanagement“ geläufig. Das IQZ bietet in folgenden Teilbereichen des Sicherheitsmanagements seine Unterstützung an. Weitere Informationen erhalten Sie in den Unterpunkten:

  • Maschinensicherheit gemäß EG 2006/42, ISO 12100, u.a.
  • Funktionale Sicherheit nach IEC 61508 und branchenspezifischen Derivaten (z.B. ISO 26262, ISO 13849, IEC 62061, ISO 61511, EN 5012x, u.a.)
  • Gefährdungs- & Risikobeurteilung genehmigungsbedürftiger Anlagen
  • Risikobewertung nach RAPEX (RAPid EXchange of Information System)

Zahlreiche Methoden werden im Rahmen eines Sicherheitsmanagements durch Mitarbeiter des IQZ angewandt, um technische Risiken systematisch aufzudecken und wenn möglich wirkungsvoll zu vermeiden: FMEA, FMECA, FBA QRA


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Direkt zu:MaschinensicherheitFunktionale Sicherheit
Risikobewertung nach RAPEX (RAPid EXchange of Information System)


Maschinensicherheit

Die Sicherheit von Maschinen, unvollständigen Maschinen oder auch einer Gesamtheit von Maschinen, etc. bekommt heutzutage eine immer höhere Bedeutung zugeschrieben, um die gesundheitlichen Gefährdungen für die Mitarbeiter sowie Umweltschäden zu minimieren.

Die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit bedeuten für die Hersteller und Betreiber der Maschinen oder Teilsysteme einen teilweise deutlichen Mehraufwand bei der Entwicklung und dem Betrieb der Maschinen.

Dabei kann ein hohes Maß an Sicherheit auch zu einem Wettbewerbsvorteil führen, um sich von konkurrierenden Mitbewerbern abzugrenzen und potentielle Regressansprüche zu reduzieren. Weiterhin bedeutet eine gestiegene Sicherheit häufig auch eine gestiegene Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Maschinen und Anlagen.

Um Sie bei sicherheitsbezogen Fragestellungen entlang des Produktlebenszyklus ihrer neu zu entwickelnden Maschinen oder auch Bestandsmaschinen zu unterstützen, bieten wir Ihnen folgende thematische Hilfestellungen an, die wir auf Basis ihrer technischen Unterlagen und maschinenspezifischen Fachkenntnis erstellen.

  • CE-Zertifizierung / EG-Konformitätserklärung nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
  • Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und DIN EN ISO 12100
  • Bewertung sicherheitsrelevanter Steuerungen / Funktionen gemäß DIN EN ISO 13849
  • Erstellung der Betriebsanleitung

Um Ihre Mitarbeiter auf dem Gebiet der Maschinensicherheit fortzubilden, bieten wir weiterhin einen Workshop „Maschinensicherheit“ an. In diesem soll das Grundwissen für ein rechtskonformes Arbeiten im Bereich Maschinensicherheit mit den geltenden Richtlinien, Gesetzen und Normen vermittelt werden. Der dreitägige Workshop besteht dabei aus insgesamt sechs Modulen, die auf Anfrage auch einzeln, bei Ihnen im Unternehmen oder in einem unserer Schulungsräume durchgeführt werden können.

  • Rechtliche Grundlagen
    Relevante rechtliche Anforderungen an Maschinen
  • Konzept „Neuentwicklung von Maschinen“
    Von der Idee bis zur CE-Zertifizierung
  • Konzept „Alt- bzw. Bestandsmaschinen“
    Forderungen an bestehende Maschinen und deren Umbau
  • Risikobeurteilung nach DIN EN ISO 12100 und Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
    Prozess der Gefährdungsermittlung, -bewertung und -reduzierung
  • Funktionale Sicherheit nach DIN EN ISO 13849
    Bestimmung und Bewertung des Performance Level für sicherheitsrelevante Steuerungen / Funktionen
  • Erstellung einer Betriebsanleitung
    Dokumentation der maschinenbezogenen und sicherheitsrelevanten Unterlagen

Gerne können Sie uns bei Interesse, Fragen oder für weiterführende Informationen kontaktieren.

Maschinensicherheit

Abbildung: Maschinensicherheit


Funktionale Sicherheit

Die Funktionale Sicherheit (FuSi), auch Funktionssicherheit genannt, wird als der Teil der Gesamtsicherheit eines technischen Systems angesehen, der von der korrekten und einwandfreien Funktion des sicherheitsbezogenen Systems abhängt.

Der Bereich der Funktionalen Sicherheit umfasst im Allgemeinen die Erfordernisse einer Komponente bzw. eines Systems, seine sicherheitsgerichtete Aufgabe entsprechend des abzudeckenden Risikos korrekt zu erfüllen. Dies muss auch beim Auftreten interner Fehler oder Ausfälle geschehen – oder ein entsprechend definierter sicherer Zustand muss eingenommen werden. Dem Komplex der Funktionalen Sicherheit kam in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten eine immer stärker werdende Bedeutung in allen technischen Bereichen zu.

Für den Bereich Funktionale Sicherheit existiert mit der IEC 61508 (auch als DIN EN 61508 veröffentlicht) eine Sicherheitsgrundnorm, welche die Funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer, elektronischer und programmierbarer elektronischer Systeme beinhaltet. Sie hat ihren Ursprung in der Anlagentechnik und der Prozessindustrie.

Der Begriff „sicherheitsbezogen“ trifft hierbei auf jedes programmierte System zu, in dem ein Fehler (allein oder in Kombination mit anderen Fehlern) zur Verletzung oder zum Tod von Menschen, katastrophalen Schädigungen der Umwelt oder zu Zerstörungen von Sachgütern führen kann.

Mit der Einführung der IEC 61508 wurde eine branchenübergreifende Richtlinie für alle sicherheitsgerichteten Systeme geschaffen.
Eines der vorrangigen Ziele des applikationsunabhängigen Sicherheitsstandards bestand darin, die Ableitung sektorspezifischer Normen zu ermöglichen, wodurch die wichtigsten Einflussgrößen des jeweiligen Anwendungsgebietes vollständig berücksichtigt sowie dessen besonderen Erfordernissen nachgekommen werden sollte.

In einigen Anwendungsgebieten sind in den vergangenen Jahren bereits „praxisgerechte“ Ableitungen der IEC 61508 entwickelt worden. Eine Übersicht wichtiger Derivate finden Sie in der nachfolgenden Abbildung.

Übersicht einiger branchenspezifischer Derivate der IEC 61508

Abbildung: IEC 61508

Die ISO 26262 stellt die Formulierung eines für die Automobilindustrie tauglichen, handhabbaren und international abgestimmten Sicherheitsstandards als anwendungsspezifische Ableitung der IEC 61508 dar. Sie verwendet genau wie die Sicherheitsgrundnorm einen so genannten Sicherheitslebenszyklus als Rahmen, um diejenigen Tätigkeiten auf systematische Art und Weise zu erfassen, die notwendig sind, um die Funktionale Sicherheit von sicherheitsbezogenen E/E-Systemen zu gewährleisten.
Der Sicherheitslebenszyklus gemäß ISO 26262 kann folgender Abbildung entnommen werden:

Sicherheitslebenszyklus nach ISO 26262

Abbildung: Sicherheitslebenszyklus gemäß ISO 26262

Eine wesentliche Phase des Sicherheitslebenszyklus ist die Durchführung einer Risikoanalyse, auch Gefahrenanalyse und Risikobewertung (G+R), in der eine systematische Erfassung der potentiell von dem betrachteten System ausgehenden Gefährdungen durchzuführen ist, und zwar in allen Betriebsarten. Diese Bestimmung muss für alle vernünftigerweise vorhersehbaren Umstände,einschließlich Fehlerbedingungen und Fehlanwendungen vollzogen werden. Um Sicherheitsfunktionen hinsichtlich ihrer Sicherheitsintegrität einzustufen, werden so genannte Sicherheits-Integritätslevel (SIL (SIL 1 bis SIL 4) in IEC 61508, ASIL (ASIL A bis ASIL D) in ISO 26262) verwendet. Diese können z.B. durch Verwendung des Risikographen über die Kombination verschiedener Risikoparameter ermittelt werden.

Die Derivate der IEC 61508 stellen teils ähnliche Anforderungen an die Sicherheitsintegrität, so dass die Nähe zur Metanorm in weiten Teilen gegeben ist. In Abhängigkeit der Einstufung der Sicherheitsintegrität stellt das jeweilige sektorspezifische Normenwerk Anforderungen an die unterschiedlichen Phasen des Sicherheitslebenszyklus, die es zu beachten und zu erfüllen gilt. So werden beispielsweise probabilistische Werte in einigen Normen vorgegeben, die in der folgenden Abbildung auszugsweise aufgeführt sind.

Sicherheitsintegrität_SIL_Übersicht

Abbildung: Sicherheitsintegrität SIL Übersicht

PFD steht hierbei für „Probability of Failure on Demand“, PFHD für „Probability of Dangerous Failure per Hour“ und THR für „Tolerable Hazard Rate“.

Zu den normativen Anforderungen kann, je nach Norm, die Durchführung von induktiven und/oder deduktiven Sicherheitsanalysen oder die Einhaltung probabilistischer Grenzwerte für zufällige Hardwareausfälle zählen.

Mit seinem breit aufgestellten Methodenportfolio und mehreren Jahren Projekterfahrung im Bereich FuSi ist das IQZ Ihr starker Partner. Egal, ob es um die Entwicklung eines Funktionssicherheitsprozesses oder um die Implementierung spezieller Methoden (z.B. FMEA/FMEDA/FTA/Markov) geht, wir beraten Sie gerne.

 


Risikobewertung nach RAPEX (RAPid EXchange of Information System)

Der Verbraucherschutz hat in der heutigen Gesellschaft von Jahr zu Jahr genommen, so dass ein kontinuierlicher Anstieg bei Produktrückrufen zu beobachten ist. Für Verbraucherprodukte wurde daher die Richtlinie 2001/95/EG über die allgemeine Produktsicherheit geschaffen.

Zur Konkretisierung des Artikels 5 Abschnitt 3 der Richtlinie wurde die Leitlinie für die Meldung gefährlicher Gebrauchsgüter und damit das RAPEX-System eingeführt. Das RAPEX-System hat als Grundsatz den raschen Informationsaustausch für Non-Food-Verbraucherprodukte, von denen eine Gefährdung ausgeht.

Ein Bestandteil der Leitlinie ist die Einstufung von Risiken (Risikobewertung) um sicherzustellen, dass nur gerechtfertigte Fälle das Meldeverfahren durchlaufen, um so den Aufwand sowohl auf Seiten der Behörden als auch auf Seiten der Unternehmen beherrschbar zu machen. Ein wichtiges Prinzip ist hier also, nur relevante Meldungen abzusetzen.

 

Das IQZ unterstützt seine Kunden bei der Durchführung der technischen Risikobewertung entsprechend RAPEX für Non-Food-Verbraucherprodukte. Ziel hierbei ist es festzustellen, ob es bei der Marktbeobachtung von Kunden-Produkten zu Auffälligkeiten gekommen ist, die im Rahmen der Richtlinie meldepflichtig sind. Hierbei ist es sinnvoll, das RAPEX-Verfahren generell in den Firmen zu installieren und anzuwenden, so dass im Bedarfsfall das Verfahren möglichst automatisiert und zügig abläuft. Aber auch in kurzfristig aufgetretenen kritischen Situationen steht das IQZ mit kompetentem Rat seinen Kunden zur Seite.