IQZ bringt Expertise beim öffentlich geförderten 3 jährigen Forschungsprojekt zum Thema „Adaptierbare Fahrzeugarchitektur für automatisierte Fahrzeuge (AFFiAncE)“ ein

                  

Der mit Blick auf die Automobilindustrie aktuell wichtigste technische Megatrend ist das autonome Fahren oder hochautomatisierte Fahren (HAF), der mit der Digitalisierung des Automobils einhergeht und den Megatrend elektrisches Fahren, der mittelfristig auch zu völlig neuen Fahrzeugkonzepten führen wird, hervorragend flankieren kann. Diese Megatrends bieten revolutionäre Chancen für die individuelle Mobilität, die Logistikbranche (Flexible-re Transportkonzepte, höhere Auslastung der Fahrzeuge usw.), und neuartige Geschäftsmodelle im Allgemeinen. Diese Trends erfordern vollkommen neue Fahrzeugkonzepte und Fahrzeugsysteme und müssen kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden. Heruntergebrochen auf einzelne Fahrzeuge erfordert diese eine Vielzahl von neuen Funktionen und Systemen, woraus aber auch große technische Herausforderungen und Risiken resultieren.

Das IQZ ist Teil eines Konsortiums, welches mittels Zuwendungen des Landes NRW unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), zum Thema Prüfmethoden für das automatisierte Fahren forscht. Neben dem IQZ setzt sich das Konsortium aus der Aptiv Services Deutschland GmbH, der Bergischen Universität Wuppertal, der EMC Test NRW GmbH, der Technischen Universität Dortmund und der Volkswagen AG zusammen. Das Projekt läuft über einen Zeitraum von 36 Monaten von November 2018 bis Oktober 2021.

Im Rahmen des Projektes beabsichtigt das AFFiAncE-Konsortium einen neuartigen Architekturprüfstand zu schaffen, der es erlaubt, die für das autonome Fahren benötigte Sicherheit zu entwickeln, zu prüfen und serientauglich zu machen. Dazu wird eine reale Fahrzeugarchitektur im Labor mit einer Kombination aus Sensordaten von Versuchsfahrten und von Simulationen versorgt, sodass deren Sicherheit bewertet werden kann. Durch die Prüfung der realen Fahrzeughardware können auch erstmalig kritische Ausfälle durch beispielsweise elektromagnetische Störungen betrachtet werden.

Die IQZ GmbH sieht ihre Expertise im Rahmen des Projektes insbesondere in Bereich der Sicherheits- und Zuverlässigkeitsbewertung. Hierzu zählen Expertenkenntnisse im Bereich der gängigen Sicherheitsnormen, z.B. IEC 61508 und ISO 26262, im Bereich der Test- und Prüfplanung und dem quantitativen Zuverlässigkeitsnachweiß von Systemen. Anwendung finden diese Themen besonders bei der Definition der Anforderungen an die einzelnen Komponenten und an die gesamte HAF-Architektur sowie die spätere Bewertung derselben.

Die allgemeine Pressemitteilung von wirtschaft.nrw finden sie hier